Sicherheit & Compliance
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Wie DATATRONiQ Plattform, Edge-Gateways und anvertraute Daten absichert: Deployment, Mandant, Verschlüsselung, Identität, Updates, Compliance-Status.
Sicherheitsleitsätze
Industrielle Daten verlassen die Anlage nur, wenn der Betreiber es will. Diese Seite beschreibt die technischen und organisatorischen Maßnahmen, mit denen DATATRONiQ die Plattform, die Edge-Gateways und die anvertrauten Daten absichert. Sie richtet sich an Beschaffung, Informationssicherheit, Datenschutzbeauftragte und Plant-IT-Verantwortliche – kurz an alle, die einen Lieferanten in zwei Stunden bewerten müssen.
Drei Leitsätze führen jede Architekturentscheidung:
- 01 Datenhoheit liegt beim Kunden.
- 02 Was der Kunde nicht ausdrücklich freigibt, verlässt seine Infrastruktur nicht.
- 03 Jede sicherheitsrelevante Aktion ist nachvollziehbar – über Audit-Logs, signierte Releases und versionierte Manifeste.
Im Überblick
Die folgenden Eckdaten bündeln, was in einem InfoSec-Fragebogen üblicherweise zuerst gefragt wird.
- Deployment-Modelle
- on-prem · hybrid · air-gapped (Kubernetes oder Bare Metal)
- Mandantenmodell
- ein Stack pro Kunde, kein gemeinsamer Compute, kein gemeinsamer Speicher
- Verschlüsselung
- mTLS zwischen allen Komponenten · TLS 1.3 nach außen · Verschlüsselung im Ruhezustand kundenkonfigurierbar
- Identität & Zugriff
- OAuth 2.0 · OIDC · SSO-Föderation (SAML/OIDC) · rollenbasierte Berechtigungen
- Betrieb & Updates
- signierte, deklarative Releases · Rollback aus einem Manifest · GitOps-Audit-Trail
- Compliance
- ISO 27001 (Implementierung läuft) · TISAX (Implementierung läuft) · DSGVO-konform
Deployment & Mandantenmodell
DATATRONiQ wird in drei Varianten ausgeliefert.
- On-prem
- Der gesamte Stack läuft im Rechenzentrum oder Werksnetz des Kunden, der Kunde betreibt Cluster und Speicher selbst.
- Hybrid
- Edge-Gateways im Werk, Kontroll- und Analyseebene in einer Kunden-Cloud-Subscription, gemeinsam betrieben.
- Air-gapped
- Keine ausgehende Verbindung; Updates wandern als signiertes Bundle über eine kontrollierte Schleuse.
In jeder Variante ist jeder Kunde ein eigener Stack. Es gibt keinen geteilten Datenbank-Cluster, keinen gemeinsamen Object Store, keine gemeinsame Modell-Registry zwischen Kunden. Die Mandantentrennung erfolgt physisch über getrennte Deployments, nicht logisch über Tenant-IDs. Wer welche Schlüssel besitzt, hängt von der Variante ab; die Übergabe ist Teil des Onboardings und in einem Übergabeprotokoll dokumentiert.
Edge-Sicherheit (OT/IT)
Das DATATRON-Gateway läuft im OT-Netz, terminiert dort und spricht über mTLS mit der Plattform. Der Edge-Stack ist auf einem intern gepflegten, gehärteten Linux installiert; nur die Dienste, die für Aufnahme, Inferenz und Uplink nötig sind, sind aktiv.
OS- und Modell-Updates sind signiert, deklarativ und rollback-sicher. Ein Werk kann wochenlang ohne Internet-Verbindung weiterlaufen; beim Reconnect konvergiert der Zustand aus einem einzigen Manifest. Schreibende Zugriffe auf SPS oder Antrieb erfordern eine asset-spezifische Policy – ohne Policy bleibt das Gateway lesend.
Die Trennung zwischen OT und IT ist nicht erst an der Plattform-Grenze gezogen, sondern bereits im Gateway: Feldbus-Interfaces (OPC UA, MQTT, PROFINET, EtherCAT, Modbus) sind logisch von der Uplink-Seite isoliert, und der Betreiber kontrolliert per Policy, welche Telemetrie überhaupt das Werksnetz verlässt.
Identität, Zugriff & Geheimnisse
Benutzer und Maschinen authentifizieren sich über OAuth 2.0 und OIDC; Föderation mit dem kundenseitigen Identity-Provider per SAML oder OIDC ist die Standardkonfiguration. Berechtigungen werden rollenbasiert vergeben; Workload-Credentials sind kurzlebig und werden zentral rotiert.
Zugriffe auf Produktionssysteme intern bei DATATRONiQ folgen dem Need-to-know-Prinzip, sind protokolliert und vertraglich auf den Zweck beschränkt. Geheimnisse leben in einem zentralen Secrets-Manager, nicht in Code, nicht in Container-Images, nicht in Variablendateien.
Datenfluss & Audit
DATATRONiQ verarbeitet maschinenseitige Telemetrie, Konfiguration der Pipelines und – sofern der Kunde es so konfiguriert – Bediener-Identifier in Audit-Logs. Personenbezogene Daten von Werkspersonal werden nur erfasst, wenn der Kunde dies in der Pipeline-Konfiguration ausdrücklich vorsieht.
Jeder Konnektor schreibt ein Audit-Log: wer hat wann welchen Endpunkt aufgerufen, mit welcher Payload-Signatur, mit welchem Ergebnis. Aufbewahrungsfristen für Telemetrie und Logs sind kundenseitig konfigurierbar; der Default folgt dem Grundsatz der Datenminimierung.
Software-Lieferkette
Releases sind kryptografisch signiert; das Edge-Gateway verifiziert die Signatur vor jedem Update und verweigert nicht-signierte oder zurückgerufene Artefakte. Eine Software-Bill-of-Materials (SBOM) für Plattform und Edge-Stack ist auf Anfrage verfügbar.
Build- und Deploy-Pipelines sind GitOps-verwaltet, jede produktive Änderung ist auf einen Commit zurückführbar. Abhängigkeiten und Container-Images werden kontinuierlich auf bekannte Schwachstellen gescannt; kritische Befunde erhalten ein eigenes Service-Level für Patch und Rollout.
Compliance & Recht
DATATRONiQ verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Auftrag des Kunden im Sinne von Art. 28 DSGVO. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) wird vor Produktivnutzung abgeschlossen.
ISO 27001 und TISAX: Implementierungsprojekt läuft. Geltungsbereich und Auditor werden auf dieser Seite genannt, sobald sie feststehen. Die mit Sternchen markierten Einträge in den Produktdaten weisen auf denselben Status hin.
Branchenrahmen wie IEC 62443 (industrielle Cyber-Security) und NIS2 prägen die Architektur, ohne dass DATATRONiQ eine eigene Zertifizierung beansprucht. Wer als NIS2-betroffener Betreiber DATATRONiQ einsetzt, erhält die für seine eigene Compliance benötigten Nachweise auf Anfrage.
Vorfälle & Benachrichtigung
Sicherheitsvorfälle werden nach einem dokumentierten Incident-Response-Prozess behandelt: erkennen, eindämmen, Beweise sichern, wiederherstellen, lernen. Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar.
Kunden werden über meldepflichtige Sicherheitsverletzungen ohne unangemessene Verzögerung benachrichtigt; die konkrete Frist ist im AVV vereinbart und orientiert sich an Art. 33 DSGVO. Ansprechpartner für Vorfälle steht im Abschnitt Kontakt.
Schwachstellen melden
Sicherheitsforschende, Kunden und Partner können Schwachstellen jederzeit über security@datatroniq.com melden. Eine Datei unter /.well-known/security.txt bündelt Kontakt und Reichweite. Die Standardfrist für Coordinated Disclosure beträgt 90 Tage und wird nach Risiko gekürzt.
DATATRONiQ wird keine rechtlichen Schritte gegen Forschende einleiten, die in gutem Glauben handeln, dem Coordinated-Disclosure-Verfahren folgen und keine Kunden- oder Mitarbeiterdaten entwenden.
Dokumente auf Anfrage
Folgende Unterlagen werden gegen NDA bzw. nach Vertragsabschluss bereitgestellt:
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO;
- Liste der Sub-Processors für gehostete Komponenten;
- Software-Bill-of-Materials (SBOM);
- Auszüge aus ISMS-Richtlinien zu Zugriffskontrolle, Incident Response und Asset-Management.
Anfragen bitte mit Stichwort an security@datatroniq.com oder über das Kontaktformular.
Kontakt
- Sicherheit
- security@datatroniq.com · Schwachstellen, Vorfälle
- Datenschutz
- privacy@datatroniq.com
- Anschrift
- DATATRONiQ GmbH · Uhlbacherstraße 75 · 70329 Stuttgart, Deutschland · info@datatroniq.com